Museo Würth Logroño La Rioja

Volles Haus für das Bammentaler  Symphonie Orchester  im Museo Würth La Rioja dank SRH
Dass das Bammentaler Symphonie Orchester unter der Leitung von Ingo Schlüchtermann einen solchen Erfolg verdient hat, wussten die Freunde dieses Jugendorchesters schon lange. Dass sich aber seine Qualität auch in Spanien, in Logroño, der Hauptstadt der schönen Weingegend La Rioja herumgesprochen hat, überraschte selbst die Orchestermusiker.
Was das Bammentaler Symphonie Orchester so besonders macht, ist die Tatsache, dass alle 48 Orchestermitglieder, die sich vom 27. April  bis zum 4. Mai auf die lange Fahrt nach Nordspanien begaben, aus einer einzigen Schule stammen, nämlich dem Gymnasium Bammental. Dabei ist es noch nicht einmal ein Gymnasium mit speziell musischem Schwerpunkt. Allerdings hat sich die Qualität der musischen Ausbildung und die Möglichkeit einen vierstündigen Musikkurs wählen zu können, herumgesprochen und Eltern melden immer wieder auch deswegen ihre Kinder an diesem Gymnasium an. 
Dieses Jahr sollte nun die intensive Probenarbeit des  Orchesters mit einer besonderen außerschulischen Fahrt belohnt werden. Besonders deswegen, da dank der Initiative von Frau Flores-Schwenk  ein Konzert über die Deutsche Schule Bilbao in der dortigen Musikschule ermöglicht wurde. Gekrönt wurde die Fahrt allerdings  dank der Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungswerk an der SRH Neckargemünd und seiner Medienwerkstatt  durch ein komplett ausverkauftes Konzert im Museo Würth in Logroño.
Die Medienwerkstatt des Berufsbildungswerks  SRH unter der Leitung von Carsten Sievers war bereits drei Wochen vorher in Logrono angereist, um dort fachmännisch das Bammentaler Sinfonie  Orchester der dortigen Bevölkerung vorzustellen und das Konzert anzukündigen. Diese Aufgabe hat das junge Team von Auszubildenden hervorragend gelöst. Dank der Kooperation mit der Medienwerkstatt verfügt heute das Bammentaler Sinfonie Orchester über eigene Info-Broschüren, Flyer und ein neues Logo mit hohem Wiedererkennungswert. In Logrono selbst bewarben sie den Auftritt mit ansprechenden Plakaten und Handzetteln, die sie zum Teil selber verteilten. Dies zeigte seine Wirkung.
Das Konzert in Bilbao war aber auch eine gute Vorbereitung für den Auftritt im Museo Würth in La Rioja. Hier hatten sich dankenswerter Weise der Schulleiter der Deutschen Schule Bilbao Herr Seidl und der Fachleiter für Musik Herr Jungmann tatkräftig engagiert, um der Gruppe ein besonderes Klangerlebnis zu bieten.  Ana Aranguren*, Leiterin des Konservatoriums, stellte einen großen Konzertsaal für diese Aufführung zur Verfügung, der das sinfonische Können des Orchesters durch eine wunderbare Akustik unterstützte.
Motiviert durch diesen Erfolg fiel das Proben am nächsten Tag im Museo Würth leicht. Einerseits war die Freude groß zu wissen, dass man vor einem ausverkauften Hause spielt, andererseits spürte man doch die Anspannung unter den jungen Instrumentalisten. Jetzt zahlten sich die vielen Übungsstunden und die humorvolle, motivierende und gleichzeitig beruhigende Leitung  Ingo Schlüchtermanns  aus.
Bereits mit dem sukzessiven Einsetzen der Instrumente in dem klangvollen Eingangsstück „Medieval Legend“ konnte das Orchester das Publikum für sich gewinnen. Getragen von diesem zündenden Einstieg konnten sich die jungen Musiker und Musikerinnen im Verlauf des Konzertes, das von Klassik (z.B. Mozart, Brahms) über sinfonischen Folkarrangements  (z.B. Irish Suite, Oblivion) zu Filmmusik (z.B. James Bond) führte, stetig steigern. Dies merkte auch das Publikum, dass am Ende diese wunderbare Leistung  mit „standing ovations“ honorierte.
Besonders viel Anerkennung wurde auch den beiden Solistinnen Hannah Wittbrodt an der Querflöte und Hannah Hinrichs an der Geige gezollt. Bei Musikern zwischen 10 und 18 Jahren ist es ein Leichtes sich mit diesen zu identifizieren und viele  junge anwesende Zuhörer stellte das Konzert einen Ansporn dar,  selbst musikalisch tätig zu werden.
Dank der guten Vorbereitung und seines  motivierenden Dirigats konnte Ingo Schlüchtermann  die besonderen Qualitäten seiner Schützlinge zur richtigen Zeit bündeln, so dass das Orchester sich einmal mehr erfolgreich als musikalischer Botschafter präsentieren konnte.
Als Begleiterin kann ich nur sagen: „Weiter so und auf zur nächsten Orchesterfahrt!“

Christine Schmeling-Roessler